Unsere Position zum Thema Prostitution:

01.10.2015 – "Die Legalisierung der Prostitution hat aus unserer Sicht nicht, wie beabsichtigt, zu einer Stärkung der Stellung der Frau im System von käuflicher Liebe geführt. Neben einigen wenigen Studentinnen und alleinerziehenden Müttern, die aus Lust ihre Haushaltskassen aufbessern, sieht die Realität in den Kiezen meist anders aus: Frauen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern kommen unter falschen Vorstellungen und Versprechungen nach Deutschland, um mit dem Verkauf ihres Körpers ihre Familien zu unterstützen oder der Armut zu entkommen.

Unabhängig von der Frage der Werte, die sich uns hinter dieser Art der Arbeit stellt, müssen Realitäten anerkannt und in die Diskussion eingebracht werden: Prostitution und das Klima von käuflicher Liebe öffnen der Organisierten Kriminalität Tür und Tor. Das Prostitutionsgesetzt ist aus unserer Sicht gescheitert und wir begrüßen sehr, dass nun zum 01.06.2015 das Prostituiertenschutzgesetzt in Kraft getreten ist. Mehr staatliche Kontrolle ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung, dennoch bleibt es ein langer Weg zu einer Lösung, die die Frauen tatsächlich stärkt. Wir erkennen an, dass ein Verbot der Prostitution, auch wenn es aus ethischen Gründen wünschenswert wäre und dem gewachsenen “Flatrate-Markt” in Deutschland entgegenwirken könnte, die Betroffenen in den Untergrund zwingt und ihnen zunächst nur bedingt hilft. Deshalb halten wir es für dringend erforderlich, Systeme zu schaffen, die die freiwilligen Sexarbeiterinnen von denen, die unter menschenunwürdigen Umständen dazu gezwungen werden, unterscheidet und entsprechende Hilfsangebote zugänglich macht.”

DSB - Deutsche Staats Bürgerinnen

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